Mein Leben mit Tinnitus

Jochen Schmidt* leidet seit zwölf Jahren an Tinnitus. Erschwerend hinzu kommt, dass bei ihm auch noch ein Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS) diagnostiziert wurde. Somit muss er nicht nur mit „nervtötenden Ohrgeräuschen“,  sondern auch mit der Tatsache leben, dass er sich oft auf nichts richtig konzentrieren kann. Die Folgen sind gravierend: Jochen Schmidt ist seit mittlerweile drei Jahren krankgeschrieben. Seiner Arbeit kann er nicht mehr nachgehen; und bisweilen wird er von schweren Depressionen, die bis zu Suizidgedanken reichen, heimgesucht. Der Tinnitus macht ihn immer wieder wütend – angesichts der Wehrlosigkeit und infolge des Schmerzes.

Eine Zäsur war die Geburt seines Kindes. Das gab ihm neue Kraft, eine eigene Taktik gegen Tinnitus zu entwickeln. Sein Ziel ist es, das „innere Lächeln“ zu erlernen. Stundenlange Meditations- und körperliche Entspannungsübungen helfen ihm dabei: „Ein klarer friedlicher Geist ist wichtig. Dies ist meine Taktik gegen Tinnitus.“

 


* Name von der Redaktion geändert